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Gemüseanbau im Garten

ein Ratgeber für Anfänger

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Gemüseanbau im Garten

Gemüse gehört zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung, wie die zehn Regeln der DGE beweisen. Doch hochwertiges Gemüse ist kostspielig, vor allem, wenn es sich um Bio-Qualität handelt. Da bietet es sich an, das Gemüse für den eigenen Bedarf einfach selbst anzubauen. Wie der Gemüseanbau im eigenen Garten auch ohne große Vorkenntnisse gelingen kann, verrät dieser Beitrag.

Gemüse aus dem eigenen Anbau hat viele Vorteile

Warum sollte man überhaupt selbst Gemüse anbauen, wo doch Supermärkte, Wochenmärkte und Hofläden mehr als genug davon anbieten? Der wohl größte Vorteil des eigenen Anbaus ist der Preis. Selbstangebautes Gemüse ist in dieser Hinsicht einfach unschlagbar. Das gilt nicht erst seit der Inflation in Folge der Corona-Pandemie und des Ukrainekrieges.

Obwohl das eigene Gemüse günstiger ist, musst du trotzdem vor allem am Anfang deiner Gärtnerkarriere mit einigen Ausgaben rechnen. Es fallen unter anderem folgende Posten an:

  • hochwertige Erde oder Humus
  • Dünger und Kompost
  • Gartengeräte
  • Saatgut oder Jungpflanzen
  • Hilfsmittel wie Erntekörbe
  • und vieles mehr


Einige Kosten, wie zum Beispiel die für Geräte und Hilfsmittel, fallen nur einmalig an, denn die kannst du ab jetzt in jeder Saison einsetzen. Auch Kompost kannst du – zumindest auf lange Sicht – selbst herstellen.  

Wer sein eigenes Gemüse anbaut, bestimmt auch selbst, ob die Pflanzen mit Pestiziden oder künstlichen Düngern in Kontakt kommen sollen. In der Regel ist das im eigenen Garten nicht der Fall. Zwar ist der Einsatz von chemisch-synthetischen Pestiziden in der ökologischen Landwirtschaft verboten. Doch auch in dieser Branche tummeln sich einige schwarze Schafe.

Ein weiterer Punkt ist die Qualität. Wer kennt es nicht: Man kauft im Supermarkt eine in Folie eingeschweißte Schale mit Möhren und stellt erst zu Hause fest, dass sich darin Schimmel ausgebreitet hat. Da du in deinem Garten jede einzelne Möhre von Hand erntest und sie wahrscheinlich noch am selben Tag verspeisen wirst, wirst du mit dem Verderben weniger häufig konfrontiert. Wenn du es doch mal mit Pflanzenkrankheiten oder Schädlingen zu tun bekommst, hast du immerhin keine Unsummen dafür bezahlt.

Gemüse aus dem eigenen Anbau hat viele Vorteile

Gärtnern ist eigentlich ein lernintensives Hobby. Viele Bauern lernen erst über die Jahre, welche Gemüsesorten am besten zu kultivieren sind oder wie man Erde am besten aufbereitet.  Doch wie bei vielen anderen Themen lässt sich auch hier mit ein paar Tricks arbeiten, die den Anfang besonders leicht machen. Die fünf besten Ideen, um trotz geringer Vorerfahrung eigenes Gemüse anzubauen, lernst du in den nächsten Absätzen kennen.

1. Pflegeleichte Gemüsesorten wählen


Pflanzen wachsen in der Natur von ganz allein. Im Gemüsebeet kann sich das aber ändern: Wer eine gute Ernte möchte, muss in der Regel viel dafür tun. Doch es gibt Gemüsepflanzen, die mehr Pflege erfordern als andere. Tomaten gelten zum Beispiel als zeitintensiv. Es ist notwendig, sie immer wieder festzubinden, sie vor schwierigen Witterungsbedingungen zu schützen und überflüssige Triebe zu entfernen. Hinzu kommt, dass Tomaten bei kleinen Pflegefehlern krank werden können. Für Anfänger sind sie daher weniger geeignet.

Pflegeleichte Gemüsesorten gibt es glücklicherweise in Hülle und Fülle. Nach dem Aussäen oder Einpflanzen wachsen sie unbekümmert vor sich hin und brauchen dann nur noch wenig Kontrolle. Wer sich für diese Pflanzen entscheidet, muss meist nur noch für genug Feuchtigkeit sorgen und etwas gegen das Unkraut tun. Je nach Art muss das gesunde Wachstum aber mit der richtigen Vorbereitung ermöglicht werden. Manche Pflanzen brauchen zum Beispiel eine Rankhilfe.

Welche Gemüsesorten sind denn nun pflegeleicht? Diese sind in jedem Fall zu empfehlen:

Runde Zucchini perfekt schneiden

2. Den Anbau effektiv gestalten

Viel Zeit bei der Pflege im Gemüsebeet nimmt das Unkrautjäten in Anspruch – und das wächst so ziemlich überall. Daher lassen sich Beete nicht effektiv vor Unkrautsamen abschirmen. Dennoch gibt es Möglichkeiten, ihr Wachstum stark einzuschränken, ohne dem Gemüse zu schaden. Eine beliebte Methode gegen Unkraut ist das Mulchen. Rindenmulch eignet sich für Gemüse jedoch weniger, verwende stattdessen Rasenschnitt oder Stroh.

Daneben muss regelmäßig gegossen werden, denn das Wachstum endet bei Trockenheit schnell. Außerdem sind ausgedörrte Pflanzen eine leichte Beute für Krankheitserreger und Schädlinge. Um beim Gießen Zeit zu sparen, kannst du auf technische Lösungen setzen. Automatische Bewässerungssysteme sind programmierbar. Das spart nicht nur Zeit, sondern sorgt für regelmäßige Bewässerung. 

Apropos Schädlinge: Sind sie erst einmal da, wird es schwer, sie wieder loszuwerden. Sie lassen sich jedoch durch Hilfsmittel abwehren. Dafür sorgst du am besten schon beim Pflanzen. Mit Netzen kann man viele Insekten abwehren, die die Pflanzen über die Luft erreichen. Gefährdet sind unter anderem Salat, Bohnen und Grünkohl. 

Gefürchteter sind jedoch Schnecken, denn sie fressen alles weg. Gegen diese Tierchen helfen nur mechanische Sperren, die sie nicht überwinden können. Dabei ist zu beachten, dass manche Schnecken in der Lage sind, sich von oben abzuseilen.

3. Planung ist alles


Der Gemüseanbau sollte niemals kopflos erfolgen, denn sonst steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die ganze Mühe umsonst war. Jede Sorte hat ein Zeitfenster innerhalb der Saison, in dem sie besonders gut gedeiht. Davon sollte man möglichst nicht abweichen. Darüber hinaus sind viele Pflanzen auf Jahreszeiten spezialisiert. Sie unterteilen sich in Sommer- und Wintergemüse. Am besten hältst du dich an Hilfsmittel wie den Erntekalender.

So machst du dir die Jahreszeiten zu Nutze – und arbeitest nicht gegen sie. Das macht den Gemüseanbau leicht und vor allem lohnenswert. Denn nichts ist frustrierender, als im Nachhinein zu merken, dass ein bestimmtes Projekt von Vorneherein zum Scheitern verurteilt war. Außerdem schärft diese Herangehensweise auch das Bewusstsein im Umgang mit Gemüse. Noch vor der Globalisierung war es ganz normal, dass es bestimmte Gemüsesorten nur zu bestimmten Jahreszeiten gab: Salat, Kohl oder Erbsen standen im Winter zum Beispiel nicht auf dem Speiseplan.

4. Zusammen mit anderen Menschen gärtnern



Nichts ist schöner, als die Freuden des Gärtnerns mit jemandem zu teilen. Wenn zwei oder mehr Menschen sich einen Gartens gemeinsam pflegen, hat darüber hinaus auch jeder automatisch weniger Arbeit. Zwar wird dann auch das geerntete Gemüse geteilt. Doch da sorgfältiges Gärtnern häufig zu einer guten Ernte führt, geht die Rechnung in den meisten Fällen auf.

Wer noch niemanden zum Mitgärtnern hat, sollte als erstes im Freundes-, Familien- und Bekanntenkreis fragen. Findet sich da niemand, spricht nichts dagegen, in Kleinanzeigenportalen zu suchen oder selbst eine Anzeige aufzugeben. Auch Kleingärtnervereine und Kommunen bieten oftmals ebenfalls gemeinschaftliches Gärtnern an. 

Die Arbeit im Team hat aber auch noch andere Vorteile zu bieten, denn durch die Zusammenarbeit profitieren auch Anfänger vom Wissen der anderen, erfahreneren Gärtner. Und die freue sich in den meisten Fällen sehr daran, ihr über die Jahre erlangtes Wissen an eine neue Generation von Hobby-Gemüsebauern weiterzugeben.


Fazit

Auch Anfänger ohne Vorerfahrung können ihr eigenes Gemüse anbauen. Mit ein paar wichtigen Tricks ist es möglich, von Anfang an mit Erfolg zu gärtnern – und mit Spaß. Es locken immerhin zahlreiche Vorteile beim Selbstgärtnern. Dazu zählen vor allem die niedrigen Preise für das angebaute Gemüse, der Verzicht auf zu viele Pestizide und die hohe Qualität.

Wie man trotz fehlendem Wissen zu guten Ergebnissen im Erntekorb kommen kann, haben wir dir in diesem Beitrag erklärt. Nutze unsere Tipps wie pflegeleichte Gemüsesorten oder den Einsatz von automatischen Bewässerungssystemen. Bis hin zur Zubereitung kannst du aktiv daran arbeiten, dir das Gärtnern zu erleichtern.

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