Bananen wegschmeißen muss nicht sein…
Gerade in der Gastronomie habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Gäste Bananen mit bereits kleinsten braunen Stellen sehr häufig vermeiden. Das ist leider auch in privaten Haushalten eine übliche Praxis. Die gute Nachricht ist aber, dass Bananen, die wie Giraffenhälse aussehen, keineswegs verdorben sind. Wenn deine Bananen eine gebräunte Schale aufweisen, ist das nur ein Zeichen dafür, dass sie nun besonders reif, also süß und aromatisch sind. Aus Sicht der Ernährung haben sich in ihr sogar wertvolle Antioxidantien gebildet, die deinem Körper Gutes tun können.
Braune Bananen nicht in deiner Küche zu verarbeiten ist eine klassische Lebensmittelverschwendung. Darüber hinaus sind Bananen exotische Früchte und müssen über lange CO² freisetzende Transportwege den Weg zu dir finden. Reife oder überreife Bananen mit braunen Stellen einfach wegzuwerfen ist eine hoffentlich aussterbende Praxis.

Bananenquark mit reifen Bananen
Für einen leckeren Bananenquark benötigst du eine Packung Quark (250 g), zwei reife Bananen, zwei EL Honig, ein TL Vanilleextrakt oder Vanillepulver und einen Esslöffel Zitronensaft. Als Erstes schälst du die Banane und zerdrückst sie mit einer Gabel in einer kleinen Schale. Anschließend gibst du Quark, Honig, Vanille und Zitronensaft hinzu und vermengst alles gut miteinander. Durch die Reife deiner Bananen brauchst du zusätzlich zum Honig keinen weiteren Zucker in den Bananenquark geben.

Möchtest du einen veganen Bananenquark machen, dann kannst du 500 g Sojajoghurt auf einem Passiertuch in einem Sieb im Kühlschrank über Nacht abtropfen lassen. Den abgetropften Sojajoghurt kannst du nun wie oben beschrieben als Ersatz für den Quark nutzen.
Bananenmilch
Für den Klassiker Bananenmilch benötigst du zwei reife Bananen, 500 ml Milch (pflanzliche Alternative: Mandel- oder Haferdrink), zwei EL Honig, ein TL Vanilleextrakt oder Vanillepulver und optional ein paar Eiswürfel. Schäle die Banane und gib sie zusammen mit Milch, Honig und Vanilleextrakt in einen Mixbecher. Mixe alles bis eine cremige Konsistenz erreicht ist und füge, wenn du magst, ein paar Eiswürfel beim Anrichten in einem großen Glas hinzu.

Karamellisierte Bananen aus der Pfanne
Wenn du karamellisierte Bananen kennst, dann wirst du dieses Rezept lieben. Dafür benötigst du zwei reife Bananen, zwei EL Butter, zwei EL braunen Zucker (alternativ: weißer Zucker), ein TL Zimt und eine Prise Salz. Du beginnst damit, die Banane zu schälen und sie in Scheiben zu schneiden. Danach stellst du eine Pfanne bei mittlerer Hitze auf den Herd und lässt die Butter darin schmelzen. Dann gibst du braunen Zucker, Zimt und eine Prise Salz in die aufgelöste Butter.
Wenn sich alles aufgelöst hat, gibst du die Bananenscheiben in die Pfanne und lässt alles bei mittlerer Hitze für zwei bis drei Minuten karamellisieren. Rühre dabei ab und an um. Nach dem Karamellisieren kannst du die Bananen aus der Pfanne nehmen und zum Beispiel zu Eis, Joghurt oder Pfannkuchen genießen.

Schnelle Bananen Pancakes
Wir finden Bananenpfannkuchen besonders lecker. Für unser Rezept benötigst du eine reife Banane, ein Ei, 50 g Mehl, ein TL Backpulver, ein EL Zucker, eine Prise Salz, 50 ml Milch, ein EL Butter und etwas Ahornsirup (alternativ: Honig). Starte damit die Banane zu schälen und sie in einen Mixbecher zusammen mit Ei, Mehl, Backpulver, Milch, Zucker und Salz zugeben. Mixe alles gut durch, sodass ein glatter Pfannkuchenteig entsteht. Möchtest du besonders elastische Pfannkuchen haben, die sich später super zum Einwickeln eignen, dann lasse den Pfannkuchenteig noch 30 Minuten ruhen, bevor du ihn ausbackst.
Wenn es so weit ist, stellst du eine Pfanne bei mittlerer Hitze auf den Herd, gibst etwas Butter hinein und gibst mit einer kleinen Kelle einige Teigpfützen hinein. Wenn die Pancakes auf der Unterseite goldbraun sind, ist es Zeit zu wenden. Die gebackenen Pancakes kannst du zum Beispiel mit Ahornsirup zusammen servieren.

Bananenkuchen (1 Kastenform)
- 2 Bananen reif
- 15 g Butter
- 1 EL Vanilleextrakt
- 1,25 TL Zimt
- 110 g Haferflocken (Instant)
- ½ TL Muskatnuss
- 150 g Joghurt Naturjoghurt
- 50 ml Honig oder Ahornsirup, Menge nach Bedarf
- 150 g Vollkornmehl
- 2 Eier
- 1 Pck. Backpulver

Für einen leckeren Bananenkuchen kannst du einen einfachen Trick anwenden. Schäle deine überreifen Bananen und friere sie luftdicht verschlossen ein. Wenn der große Tag gekommen ist, kannst du deine aufgetauten Bananen für deinen Kuchen verwenden und erhältst eine fruchtige Süße mit maximalem Bananenaroma.

Bananen-Schoko-Smoothie
Für den leckeren Smoothie benötigst du zwei Bananen, ein EL Kakaopulver, 150 g griechischen Joghurt, 120 ml Milch, ein TL Honig und einen halben TL Vanilleextrakt oder Vanillepulver. Zuerst schälst du die Banane und gibst sie zerbröckelt in einen Mixbecher. Danach fügst du die restlichen Zutaten hinzu und mixt deinen Smoothie, bis er eine glatte Konsistenz hat. Wenn dir der Smoothie nicht kalt genug ist, kannst du ihn natürlich mit Eiswürfeln für den heißen Sommertag fit machen.

Bananeneis
- 2 große Bananen (reif) in Scheiben geschnitten und am Vorabend eingefroren
- 100 ml Pflanzenmilch
- 2 EL Erdnussmus
- 1 Handvoll Schokostückchen
- 1 Prise Meersalz
- Optional etwas Vanille

Die Bananen in Scheiben schneiden und am Vorabend einfrieren!
Die Bananenstücke zusammen mit etwas pflanzlicher Milch im Blender zu einer cremigen Eiscreme pürieren. Erdnussmus, Schokostückchen und eine Prise Meersalz dazugeben und nochmal ganz kurz mitpürieren.

Abwandlung:Nach Belieben weitere Toppings verwenden oder Geschmackszutaten hineingeben: Kakaopulver, andere Sorten Nussmus, gefrorene Beeren oder Kirschen, Keksstücke, zerbröselten Salzbrezeln, Nüsse...
Der Klassiker “Banana-Split” hat bereits viele Gaumen erobert. Doch auch ein Eis aus Bananen ist nicht nur an heißeren Tagen ein echter Volltreffer. Cremige Süße und ein leckeres Bananenaroma werden dich überzeugen.
Gegrillte oder gebackene Banane
Du kannst Banane auch auf den Grill zubereiten. Dafür halbierst du die Bananen längs und lässt sie in der Schale. Lege die Banane mit der Schalenseite nach unten auf den Grill, bestreue sie mit braunem Zucker und träufele etwas Rum darüber. Die Aromen der in der Schale gegrillten Banane werden Dich verzaubern.
Sicher hast Du schon mal gebackene Bananen in dem asiatischen Restaurant deines Vertrauens gegessen. Diese Bananen kannst du dir auch ganz einfach zu Hause machen. Dafür benötigst du zwei reife Bananen, 100 g Mehl, ein TL Backpulver, ein EL Zucker, eine Prise Salz, ein Ei, 100 ml Milch, 1 EL Pflanzenöl und Öl zum Frittieren.
Als Erstes nimmst du eine Schale und gibst Mehl, Backpulver, Zucker und Salz hinein und vermischt alles. In einer zweiten Schale vermischst du das Ei, Milch und den Esslöffel Pflanzenöl. Jetzt schälst du die Banane und schneidest sie in fingerdicke Scheiben oder Stücke. Vermische nun die Schüssel mit den trockenen Zutaten, mit denen der anderen Schüssel bis ein glatter Teig entsteht. Jetzt stellst du einen Topf mit viel Frittierfett auf den Herd und wartest, bis es 170 °C erreicht hat.
Ist es soweit, dann stellst du die Hitze auf mittlere Stufe zurück. Pikse nun mit einer Gabel nach und nach deine Bananenstücke auf und zieh sie durch den Teig, sodass sie komplett vom Teig umhüllt sind. Dann lässt du die Bananenstücke mit Hilfe einer zweiten Gabel behutsam in das heiße Fett gleiten. Deine gebackenen Bananen sind fertig, wenn Sie eine goldbraune knusprige Kruste haben. Serviere deine Bananen am besten heiß und gib ein bisschen Honig und geröstete Sesamsamen dazu.
Banane als Ei-Ersatz
In unserem Artikel zu veganem Ei-Ersatz hast du vielleicht schon gelesen, dass das Ei in Rezepten häufig mehrere Funktionen bedient. In diesem Falle kann die Banane etwas Bindung und Flüssigkeit in das Rezept bringen. Dafür kannst du eine halbe reife Banane gut und fein zerdrückt als Ersatz für ein Ei der Größe M nutzen. Mach dir aber klar, dass Banane nicht bei der Lockerung von Teigen oder Massen hilfreich ist.
Bananensuppe
Eine cremige Bananensuppe ist vielleicht nicht ganz so üblich, allerdings überrascht sie durch eine angenehme Süße und ausgeglichener Herzhaftigkeit. Für eine Bananensuppe benötigst du zwei reife Bananen, eine mittelgroße Zwiebel, eine Knoblauchzehe, 500 ml Gemüsebrühe, 120 ml Sahne, 15 ml Olivenöl und Salz und Pfeffer nach Geschmack. Als Erstes schälst du Zwiebeln und Knoblauch und schneidest sie feine Würfel. Als Nächstes schälst du die Banane und schneidest sie in Stücke. Danach erhitzt du etwas Olivenöl in einem Topf und schwitzt Zwiebeln und Knoblauch darin glasig an. Jetzt gibst du die Bananenstücke hinzu und lässt sie für 2 Minuten mitbraten. Darauffolgend kannst du den Topf mit der Gemüsebrühe auffüllen und die Suppe für ungefähr 10 Minuten köcheln lassen. Nach dem Köcheln kannst du die Suppe mit einem Pürierstab glatt mixen und die Sahne hinzufügen. Kurz vor dem Anrichten schmeckst du die Suppe mit Salz und Pfeffer ab.
Warum werden Bananen braun?

Bananen können an der Schale, aber auch am Fruchtfleisch Bräunungen aufweisen. Dafür verantwortlich ist ein Enzym, das in Kontakt mit Sauerstoff aktiviert wird und kleinste Eiweißbausteine an und in der Banane in Melanin den braunen Farbstoff umwandelt. Die Schale der Bananen wird meist braun, wenn Druckstellen die Außenhaut leicht verletzt haben, sodass Sauerstoff in die Schale eindringen kann. Zusätzlich kann eine Bräunung an der Schale entstehen, wenn einzelne Bananen vom Ende des Strunks abgerissen werden, denn auch dort kann Sauerstoff eindringen und sich bis in die Spitze ausbreiten. Bananen können auch im Kühlschrank bräunen, denn das kältere Klima führt dazu, dass an der Bananenschale mehr Feuchtigkeit herrscht, was wiederum den Zersetzungsprozess, also das Bräunen, begünstigt.
Kann man reife Bananen einfrieren?
Ja, du kannst Bananen einfrieren. Dir sollte allerdings klar sein, dass die Bananen durch den Aufbauprozess starke Einbußen in ihrer Textur hinnehmen. Ein netter Nebeneffekt ist jedoch, dass in der Banane durch den Einfrier- und Auftauprozess vermehrt Stärke zu Zucker zersetzt wird. Dadurch kannst du aufgetaute Bananen im Geschmack als wesentlich süßer empfinden. Aufgetaute Bananen kannst du hervorragend für Kuchen und andere Rezepte verwenden, bei denen der Bananengeschmack und Süße und weniger eine schöne Farbe im Vordergrund stehen.